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Die BG, Ausgabe 8/2002
Folgende Autoren veröffentlichten einen Bericht unter obiger Überschrift: Hr. Prof. Dr.-Ing. Bernd Hans Müller, Frau Barbro Rönsch-Hasselhorn (beide von der bergischen Universität GH Wuppertal) und Hr. Karl-Heinz Lang (von ASER, Wuppertal).
In diesem Bericht wird eine Ordnung der Betrachtungs- und Argumentationsebenen vorgestellt, die den Arbeitsschutzfachleuten zu mehr Systematik helfen soll. Sie hat die Form einer Matrix, deren neun Felder sich aus der Kombination der unterschiedlich ausgeprägten Kriterien “Handlungsmöglichkeiten eines Betriebes im betrieblichen Arbeitsschutz und Ökonomisches Rationalitätsprinzip" ergeben.
Generell lassen sich zwei unterschiedliche Kernprobleme ausmachen. Zum einen sind in der Betriebspraxis die gebräuchlichen Methoden der betrieblichen Wirtschaftlichkeitsberechung im betrieblichen Arbeitsschutz kaum in Gebrauch, Methoden der erweiterten Wirtschaftlichkeitsanalyse (EWA) schon gar nicht. Zum anderen zeigen Diskussionen über einen wirksamen betrieblichen Arbeitsschutz, dass das, was er bringt, häufig mit ungeeigneten Methoden belegt wird. Die Schlussfolgerung "Arbeitsschutz rechnet sich oder Arbeitsschutz rechnet sich nicht" ist naturgemäß oft abhängig von der Art der gewählten Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Die Matrix ist der Versuch, eine idealtypische Perspektive der Arbeitsschutzfachleute mit einem ökonomischen Bezugssystem zu verbinden. Dieses unterscheidet zwischen betriebswirtschaftlichen Begründungsmöglichkeiten des betrieblichen Arbeitsschutzes, die für die Entscheidungsträger in den Unternehmen primär relevant sind, und volkswirtschaftlichen Begründungen. Sicherlich ist dies eine vereinfachte Darstellung der komplexen Bedingungen des betrieblichen Arbeitsschutzes in der Praxis. Dennoch kann sie dazu dienen, die unterschiedlichen Handlungsmöglichkeiten eines Betriebes im betrieblichen Arbeitsschutz zu verdeutlichen, woraus sich unterschiedliche Anforderungen an die Betratungsleistung der Arbeitschutzfachleute ergeben. Denn je nach Handlungsmöglichkeit ist die Motivation der betrieblichen Entscheidungsträger, betriebliche Ressourcen in Arbeitsschutzmaßnahmen zu investieren, unterschiedlich ausgeprägt.
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