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MAS, 09/2001
In dieser Ausgabe von MAS geht Karl Zdrazil (Vorstandsmitglied des Verbandes Arbeitssicherheit Österreich) auf die Auswahl von Schutzhandschuhen ein.
Sehr deutlich kommt in seinem Beitrag zum Ausdruck, dass Handschuhe der Kategorie I nicht für den Einsatz im industriellen Bereich geeignet sind. Billig-Lederhandschuhe beinhalten häufig hohe – zu hohe! - Chromwerte oder sogar PCP (Penta-Chlor-Phenol) und sind in dieser Kategorie anzutreffen.
Es werden verschiedene Alternativen zu Lederhandschuhen aufgezeigt. Beim Schweißer-Handschuh sollte unbedingt auf Kategorie II und die Zulassung nach EN 12477 geachtet werden. Die korrekte Analyse des Arbeitsplatzes und das Gefährdungspotential sind wichtige Bausteine zur Auswahl der Handschuhe. Empfohlen werden schnitthemmende Handschuhe aus verschiedenen Textilien wie z. B. Kevlar. Bei diesen Handschuhen kann kein 100%-Schutz geboten werden, jedoch kann der Verletzungsgrad erheblich gemindert werden.
Zum Abschluss seines Fachkommentars weist Zdrazil darauf hin, dass mit ein oder zwei Paar kein Trageversuch durchgeführt werden kann. Je nach Mitarbeiterzahl sollten es zwischen 20 und 50 Paar sein. Höherwertige Schutzhandschuhe können insgesamt sogar preiswerter sein als billige. Der Grund: Höhere Akzeptanz, längere Standzeit und bessere Fingerfertigkeit können unterm Strich eine echte Kostenersparnis für das Unternehmen sein.
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