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Arbeit und Gesundheit, Juli 2005
In der obigen Ausgabe wird ausführlich auf den Einsatz von Einmalhandschuhen im Lebensmittelbereich eingegangen. Insbesondere geht es um das Bedienpersonal an der Wurst- und Käsetheke.
Eine Untersuchung der Berufsgenossenschaft für den Einzelhandel (BGE) zeigt auf, dass der Einsatz von Einmalhandschuhen nicht zu einer verbesserten Hygiene führt. Stattdessen sind mehr Hauterkrankungen beim Personal zu verzeichnen. Bei der Studie stand nicht die Hygiene der Lebensmittel im Mittelpunkt - die in den Proben gefundenen Erreger gaben keinen Grund zur Besorgnis. Es ging um die Gesundheit der Mitarbeiter. In der Studie zeigte sich, daß es sinnvoller ist, die Lebensmittel mit Gabel, Folie oder anderen Hilfsmitteln anzufassen.
Ca. 20% der Mitarbeiter gaben an, unter Hautproblemen zu leiden. Dabei sind regelmäßige Handschuhträger dreimal häufiger vertreten als Mitarbeiter, die keine Handschuhe tragen.
Das Fazit der Studie ist eindeutig: Auf das Tragen von Einmalhandschuhen kann aus hygienischer Sicht verzichtet werden. Sinnvoll ist der Einsatz von Handschuhen nur dann, wenn sie die Hände vor aggressiven Stoffen schützen, zum Beispiel beim Würzen von Fleischwaren oder bei Reinigungsarbeiten. Die Empfehlung der Berufsgenossenschaft: Handschuhe nur gezielt und nur kurzfrstig verwenden. Dagegen ist der Hautschutzplan mit seinen Mitteln konsequent umzusetzen.
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