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Arbeitsschutz aktuell 01/2002
Die beiden Autoren Corinne Buechner und Dr. Klaus Kersting gehen in ihrem Bericht auf die Situation Estriche ohne Wasser - Gesundheitsgefahren beim Einbau und hier speziell auf Expoxidharze ein.
Bei Estrichen ohne Wasser wird Quarzsand mit einem Bindemittel versetzt. Als Bindemittel werden Epoxidharz oder ein Oligomersystem verwendet. Von diesen reaktiven Bindemitteln gehen während und nach der Verarbeitung Gesundheitsgefahren für die Verarbeiter und unter Umständen auch für die nachfolgenden Gewerke aus.
Besonderer Wert muss auf den Einsatz geeigneter persönlicher Schutzausrüstung gelegt werden. So sollte während der Verarbeitung eine Schutzbrille getragen werden, da leicht Spritzer entstehen können. Besonders beachtet werden muss der Hautschutz. Da der direkte Hautkontakt unbedingt vermieden werden muss, sind bei allen Arbeiten Handschuhe zu tragen. Bei Epoxidharzestrichen handelt es sich um lösemittelfreie Systeme, daher können Handschuhe aus Nitril- oder Butylkautschuk getragen werden. Wichtig ist aber auch die Beachtung der Arbeitshygiene. Vor jeder Pause und nach Arbeitsende sind die Hände zu reinigen. Nach der Arbeit sollte zudem eine Pflegecreme aufgetragen werden.
Schlussbetrachtung: Auch Estriche ohne Wasser sind nicht frei von Gesundheitsgefahren. Die Verarbeiter werden auch bei diesen Systemen nicht auf PSA verzichten können. Beim Verarbeiten der Oligomersysteme kann sogar Atemschutz - z.T. auch für nachfolgenden Gewerke - erforderlich sein. Sollen wasserfreie Estriche eingesetzt werden, sind Expoxidharzsysteme zu bevorzugen - unter Beachtung des richtigen Hautschutzes.
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