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Hautschäden durch Dauerwelle

Im September tagte die Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie in Heidelberg. Herr Prof. Dr. Diepgen, Ärztlicher Direktor der Abteilung Klinische Sozialmedizin, Berufs- und Umweltdermatologie des Universitätsklinikums Heidelberg, nahm konkrete Stellung zu Berufsdermatosen.

Noch vor wenigen Jahren litten ca. 6% aller Friseure an einer berufsbedingten Hauterkrankung. Zwischenzeitlich konnte der Hauptverursacher im Berich saure Dauerwellen für diese Dermatosen definiert und gegen einen anderen Stoff ausgetauscht werden. Dennoch sind die Friseure nach wie vor besonders gefährdet, denn ihr ständiger Kontakt mit Wasser und zahlreichen Zusatzstoffen schwächt die Widerstandsfähigkeit der Haut und macht sie besonders anfällig für allergische Reaktionen.

Generell sind alle Berufsgruppen gefährdet, die ständig mit feuchten Stoffen arbeiten. Dazu gehören neben den Friseuren vor allem Bäcker, Galvaniseure, Floristen, Fliesenleger, Maler, Metall- und Oberflächenbearbeiter und Köche sowie mit steigendem Trend Beschäftigte in der Kranken- und Altenpflege.

Meist handelt es sich bei der Berufsdermatose im ein irritatives Kontaktekzem. Die Erkrankung tritt wenige Jahre nach Eintritt ins Berufsleben auf. Für die Betroffenen bedeutet dies nicht nur den drohenden Verlust des Arbeitsplatzes, möglicherweise sind sie auch nicht mehr in der Lage, ihren gerade erlernten Beruf weiter auszuüben.

Man konnte in einer Studie zeigen, dass geschulte Neurodermitis-Kranke weinger Beschwerden als ungeschulte Patienten haben, so Prof. Dr. Diepgen. Weiterhin wurde ein Frühwarnsystem eingeführt. Die Hautärzte können anhand spezifischer Tests feststellen, ob eine Anfälligkeit vorliegt und welche Stoffe Auslöser sind.

Weitergehende Inforamtionen erhalten Sie auf der Internetseite www.dermis.net.



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